Covering the Real

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Produktbeschreibung

Die globale Verbreitung öffentlicher Nachrichten- und Katastrophenbilder in den Printmedien und im Fernsehen ist für die Kunst vor allem nach 1960 zu einer zentralen Herausforderung geworden. Die Einführung mechanischer Reproduktionsverfahren in den Bildern von Andy Warhol zeigt, wie radikal der Wandel ist, der sich in dieser Zeit vollzieht: Die Kunst wird anonym, die ‘Handschrift’ des Künstlers verschwindet. Aber die Kunst hat zugleich die besondere Stellung des Pressefotos kritisch reflektiert und sich dabei gegenüber seinen Formen und Verfahren geöffnet, bis zu dem Punkt, dass jüngere Künstler heute die Methoden des Fotojournalismus in ihre eigene Arbeit übernehmen.
Im doppelten Sinn von covering berichten Pressebilder von der Wirklichkeit und verbergen sie zugleich, ja die Wirklichkeit selbst ist unter der Herrschaft dieser Bilder zur symbolischen Anordnung geworden, und politisches und militärisches Handeln richten sich danach, ‘wie sie ins Bild kommen’. Pressebilder bezeugen nicht nur die Realität, sie erzeugen sie auch. Um so eindringlicher stellt sich die Frage, wie wir diese Bilder ‘lesen’ müssen.
Um das Lesen der Bilder – der Kunst-Bilder und der Nachrichten-Bilder – geht es in diesem Buch. Es konfrontiert Kunstwerke der letzten 40 Jahre mit den aktuellen Erscheinungsformen des Nachrichtenbildes, damit sie sich gegenseitig erhellen. Gerade in der Auseinandersetzung mit dem ‘öffentlichen Bild’ definieren Künstlerinnen und Künstler heute die ästhetische Autonomie und die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit immer wieder neu – diesseits und jenseits der Kunst.


The global dissemination of news photographs through the print media and television became a major artistic challenge particularly after 1960. Warhol’s introduction of mechanical reproduction means in his paintings based on press photographs is evidence of the radical change that took place in those years: the work of art moved in the direction of the mass image, it became anonymous and the artist's personal ‘signature’ disappeared. The fine art began explicitly to explore the special role of the press photograph in the 1960s and to become receptive to its forms and procedures. Today younger artists frequently incorporate methods of photojournalism in their own works.
Press pictures cover reality in more ways than one: they both reveal and conceal it. Indeed, reality itself becomes an increasingly symbolic order under the dominion of these pictures, and political and military actions adapt to what the picture will convey. Press pictures do not only bear witness of reality, they also create it. The question of how we have to ‘read’ these images therefore becomes all the more poignant.
This book is about reading pictures – art pictures and news pictures. By mutually confronting the two ‘genres’, they illuminate each other. Today the ‘public picture’ is a challenging forum for artists to redefine the aesthetic autonomy and social significance of their own work, within or beyond art.

Zusatzinformation

Ausstattung 352 S. mit ca. 250 Abb. 31 x 25 cm; zweisprachig / bilingual; 2400 g.
Titel Covering the Real
Untertitel Kunst und Pressebild, von Warhil bis Tillmans / Art and the press image, from Warhol to Tillmans
Autoren Fischer, Hartwig; Diers, Michael; Haas, Bruno; Huber, Jörg; Kuni, Verena; Michaud, Yves
Verlag Kunstmuseum Basel
Erscheinungsjahr 2005
ISBN 3-7204-0156-1
Sprachen Deutsch,English

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